Rosenkranz und F. W. Schubert einleuchten lassen; sie berücksichtigten in ihrer Kant-Ausgabe lediglich die erste Auflage der »Kritik der reinen Vernunft« und trugen so das Ihre dazu bei, Kant zur – idealistischen – Berufungsinstanz im Materialismusstreit des 19. Jahrhunderts zu machen.

1788

Die »Kritik der praktischen Vernunft« erscheint.

»Über den Gebrauch teleologischer Prinzipien in der Philosophie«.

Kant wird zum zweitenmal Rektor.

9. Juli: Das Wöllnersche Religionsedikt tritt in Kraft.

19. Dezember: Neues Zensuredikt.

1790

Die »Kritik der Urteilskraft« erscheint. Dabei handelt es sich einerseits um die Begründung des reinen (formalen) Geschmacksurteils und andererseits um Überlegungen zum – regulativen – Wert teleologischer Prinzipien für die Beurteilung organischer Prozesse.

»Über Schwärmerei und die Mittel dagegen«.

1791

»Über das Mißlingen aller philosophischen Versuche in der Theodicee«.

1792

5. März: Ein neues schärferes Zensuredikt tritt in Preußen in Kraft.

Die Fortsetzung der Abhandlung »Über das radikale Böse« wird verboten.

1793

»Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft«.

»Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis«.

1794

»Etwas über den Einfluß des Mondes auf die Witterung«.

»Das Ende aller Dinge«.

Juni: Kant beginnt einen Briefwechsel mit Schiller, der bis März 1795 andauert.

1. Oktober: Kant wird durch die Königliche Kabinettsorder ermahnt.

1795

»Zum ewigen Frieden«.

1796

Anhang zu Sömmerings Schrift »Über das Organ der Seele«.

»Von einem neuerdings erhobenen vornehmen Ton in der Philosophie«.

23. Juli: Kant hält seine letzte Vorlesung über Logik.

»Ausgleichung eines auf Mißverstand beruhenden mathematischen Streits«.

1797

»Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre«.

14. Juni: Es findet eine Abschiedsehrung Kants durch die Königsberger Studentenschaft statt.

»Verkündigung des nahen Abschlusses eines Traktats zum ewigen Frieden in der Philosophie«.

»Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre«.

»Über ein vermeintes Recht, aus Menschenliebe zu lügen«

10. November: Friedrich Wilhelm II. stirbt und Friedrich Wilhelm III. besteigt den Thron.

1798

»Der Streit der Fakultäten«.

»Anthropologie in pragmatischer Hinsicht«.

»Über die Buchmacherei«.

1799

Kant erklärt sich gegen Fichtes am formallogischen Satz der Identität orientierte und insofern zum Scheitern verurteilte Begründungsversuche der Philosophie.

1800

Letzte schriftstellerische Äußerungen Kants sind eine vom 14. Januar datierte kurze Vorrede zu der Schrift seines späteren Biographen R. B. Jachmann »Prüfung der Kantischen Religionsphilosophie in Hinsicht auf die ihr beygelegte Aehnlichkeit mit dem reinen Mystizism«, außerdem eine Nachschrift zu Mielckes »Littauisch-deutsches und Deutsch-littauisches Wörterbuch«.

Kants von Jäsche herausgegebenes Handbuch der Logik erscheint.

1802

Es erscheint die »Physische Geographie«, herausgegeben von Rink.

1803

»Über Pädagogik«, ebenfalls v. Rink herausgegeben.

1804

11. Februar: Kant stirbt um elf Uhr vormittags.

28. Februar: Begräbnis.

23. April: Gedächtnisfeier der Universität.

Kants 1790 geschriebene Preisschrift »Über die Fortschritte der Metaphysik seit Leibniz und Wolf« wird von Rink herausgegeben.

 

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Herausgeber der Reihe: Michael Holzinger

Reihengestaltung: Viktor Harvion

 

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Bibliographische Angaben

Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf

Vollständiger, durchgesehener Neusatz mit einer Biographie des Autors bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger.

ISBN 978-3-8430-2090-9

 

Historische Angaben

Erstdruck: Königsberg (Friedrich Nicolovius) 1795. Der Text folgt der neuen, vermehrten Auflage, Königsberg (Friedrich Nicolovius) 1796.

 

Textgrundlage

Immanuel Kant: Werke in zwölf Bänden. Herausgegeben von Wilhelm Weischedel.